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Arbeiterinnenpresse

Der 1890 gegründete Schweizerische Arbeiterinnenverband gab ab 1906 die Zeitschrift «Die Vorkämpferin» heraus. 1904-1908 gehörte der Arbeiterinnenverband dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) an. 1912 schloss er sich der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS) an. 1917 löste sich der Arbeiterinnenverband als eigenständige Organisation auf und wurde in die bis heute bestehenden Sozialdemokratischen Frauen der Schweiz (SP Frauen) umgewandelt. Die Abspaltung der Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS) von der SPS führte 1920/21 auch unter den sozialistischen Frauen zu scharfen Konflikten, weshalb «Die Vorkämpferin» ihr Erscheinen Ende 1920 einstellen musste. Ein französischsprachiges Organ mit dem Titel «L’Exploitée» («Die Ausgebeutete») gab der Schweizerische Arbeiterinnenverband nur in den Jahren 1907 und 1908 heraus. Beide Zeitschriften sind digital auf e-periodica.ch vorhanden.

Nach der Parteispaltung gab die Frauenagitationskommission der KPS «Die arbeitende Frau» (1923–1936) heraus. Das Organ der Zentralen Frauenkommission der SPS hiess anfänglich «Frauenrecht» (1929–1938), danach «Die Frau in Leben und Arbeit» (1938–1977). Unter dem Einfluss der neuen Frauenbewegung nannte sich die sozialdemokratische Frauenzeitschrift später «s’roti Heftli» (1977–1984) und «Das rote Heft» (1984–1995), um schliesslich als «Nora» (1995–2000) ihr Erscheinen einzustellen. Diese neueren sozialistischen Frauenzeitschriften sind bisher nicht digitalisiert. Sie können in der Schweizerischen Nationalbibliothek und im Schweizerischen Sozialarchiv eingesehen werden.