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Forschungsprojekt über Gewerkschaftsfunktionär:innen und ihre politischen Karrieren

Das vom Fonds Forschung Ellen Rifkin Hill des Schweizerischen Sozialarchivs in Zürich unterstützte Projekt «The making of political careers: evaluating the role of trade unions in the pathway of workers to elected office in Switzerland» («Die Entstehung politischer Karrieren: Bewertung der Rolle der Gewerkschaften auf dem Weg von Arbeiter:innen zu gewählten Ämtern in der Schweiz») befasst sich mit den Karrierewegen von Funktionär:innen des SGB und seiner Verbände. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob, und wenn ja wie und in welchem Zeitraum, die klassische Gewerkschaftskarriere einer beträchtlichen Anzahl von Arbeitern (und nur sehr wenigen Arbeiterinnen) den Zugang zu einer politischen Karriere eröffnet hat.
Das Forschungsprojekt stützt sich auf die biografische Datenbank des SGB, die über 1000 mehr oder weniger vollständige biografische Dossiers von Gewerkschaftsfunktionär:innen umfasst, die grösstenteils zwischen 1928 und den 1990er Jahren angelegt wurden. Die biografischen Daten zu Gewerkschaftsfunktionär:innen wurden in der Schweizer Elitedatenbank erfasst.

Im Anschluss an diese Forschung bereitet ein Projekt zur Wissenschaftsvermittlung, das von den Ateliers d’histoire der Universität Lausanne, dem SGB und den Gewerkschaften Unia und SEV finanziert wird, die Veröffentlichung eines Buches über die kollektive Biografie von Gewerkschaftsfunktionär:innen vor. Darüber hinaus werden verschiedene Initiativen für ein breiteres Publikum, insbesondere Mitglieder und Mitarbeiter von Gewerkschaften, organisiert. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Lebensläufe schweizerischer Gewerkschaftsfunktionär:innen, die nur wenig bekannt sind, zu vermitteln.

Projektverantwortliche:
Prof. Dr. André Mach (UNIL), Dr. Line Rennwald (FORS/UNIL), Dr. Adrian Zimmermann (RIASO).

Studentische Hilfskräfte: Raza Hajraj und Emma Séville.