Schweizerisches Sozialarchiv
11.11.2008
Gegen den Strom - Fritz Schwarz und die Freiwirtschaftsbewegung
Einladung
Dienstag, 11. November 2008, 19.00 Uhr, Theater Stadelhofen
Stadelhoferstrasse 12, 8001 Zürich
Die freiwirtschaftliche Bewegung trat in der Schweiz ab 1915 in Erscheinung. Ihre Anhänger waren
der Ansicht, der Boden gehöre wie die Luft und das Licht der Allgemeinheit und der Staat solle ihn den
Nutzniessern verpachten. Sie stellten sich gegen die ‘Zinsknechtung’ und schlugen eine Geldreform vor.
Dabei stützten sie sich auf die Freigeldlehre von Silvio Gesell, die durch Regulierung der Geldmenge und
durch sogenanntes Freigeld Konjunkturschwankungen und Krisenanfälligkeit der Wirtschaft beheben
wollte. Sie waren die ersten, die trotz heftigem Widerstand des Bundesrates und der Parteien freie
Wechselkurse, Abschaffung des Goldstandards und Sicherheit der Kaufkraft des Frankens forderten –
alles Dinge, die heute als selbstverständlich gelten.
Fritz Schwarz war einer der führenden Vertreter der Freiwirtschaftsbewegung in der Schweiz.
Das Sozialarchiv organisiert diese Veranstaltung aus Anlass seines 50. Todestags am 17. November 2008
und der Übernahme seines Nachlasses.
Programm:
Erinnerungen an Fritz Schwarz (1887-1958). Trouvaillen und Texte aus seinem Nachlass
Anita Ulrich, Vorsteherin Schweizerisches Sozialarchiv
Ruth Binde-Schwarz, Kulturvermittlerin
Das Schwundgeldexperiment von Wörgl 1932 /33
Claude Million, Sozialwissenschaftler
Eine kritische Würdigung der Lehre
von der natürlichen Wirtschaftsordnung und der Freigeldbewegung
Jakob Tanner, Professor für Geschichte, Universität Zürich
Warum Fritz Schwarz recht hatte:
Die freiwirtschaftlichen Ideen und die moderne Geldpolitik
Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker