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Schweizerisches Sozialarchiv
02.10.2008
Archiv der Sozialen Musikschule Zürich

Die Soziale Musikschule Zürich wurde 1954 unter dem Namen Arbeiter-Musikschule Zürich gegründet. Initiator war Georges Scherrer, Dirigent des Zürcher Jugendorchesters, und ein ehemaliges Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend Zürich. Gemeinsam mit dem Tonhalle-Violonist Georg Kertész gründete Scherrer, gelernter Feinmechaniker und musikalischer Autodidakt, eine Einrichtung, welche sich die Förderung und musikalische Schulung begabter Kinder aus wenig bemittelten Familien zum Ziel setzte.

Anfänglich wurde die Schule fast ausschliesslich von den Organisationen der Stadtzürcher Arbeiterbewegung finanziert, der Unterricht wurde im Volkshaus erteilt. So erstaunt es nicht, dass die Arbeiter-Musikschule "von gewissen Kreisen eher mit Missgunst und Ablehnung betrachtet" wurde. Trotzdem wurde die Schule bald von der Stadt Zürich und dem Kanton Zürich subventioniert. 1957 erfolgte eine Namensänderung in Soziale Musikschule Zürich; ab 1965 war sie dann in der Mühle Albisrieden einquartiert. Viele Jahre lang wurde die Soziale Musikschule von Emilie Lieberherr präsidiert.

Im Jahr 2006 beschloss der Stadtrat von Zürich die Soziale Musikschule Zürich und die Musikschule des Vereins Stadtjugendmusik in die Jugendmusikschule Zürich zu integrieren, und die Soziale Musikschule Zürich wurde im Juni 2006 aufgelöst. Zwei Jahre später gelangten die Akten nun ins Schweizerische Sozialarchiv. Sie sind bereits verzeichnet und stehen im Lesesaal des Sozialarchivs allen Interessierten zur Verfügung, unter der Signatur SOZARCH Ar 469.
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