Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich
23.01.2008
Neu im Archiv: Partei der Arbeit
Im Sommer 2007 konnte das Schweizerische Sozialarchiv umfangreiche Archivbestände der Partei der Arbeit übernehmen. Es handelt sich dabei um jene Akten, die im Sekretariat der PdA an der Rotwandstrasse in Zürich aufbewahrt wurden. Sie betreffen in erster Linie die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) und die Partei der Arbeit des Kantons Zürich (PdAZ). Vorhanden sind Organisationsakten seit der Gründung im Jahr 1944 (Protokolle, Korrespondenzen, Unterlagen von Sektionen, Akten zu Wahlen und Abstimmungen), Drucksachen, Fotodokumente und Handakten einzelner Aktivistinnen und Aktivisten. Mit der Archivübergabe gelangten neben den PdA-Unterlagen auch die Akten des 1974 gegründeten Kommunistischen Jugendverbandes der Schweiz sowie der Verlagsgenossenschaft „Vorwärts“ ins Sozialarchiv. Für alle diese Archivbestände gelten Benutzungsbeschränkungen. Die Einsichtnahme in die Unterlagen ist für wissenschaftliche Zwecke möglich, setzt aber eine Bewilligung der Aktenbildner voraus.
Leider sind die Archivbestände der PdA und ihrer Organisation lückenhaft und zersplittert. Ein Teil der historischen Akten gelangte im Jahr 2001 aus der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung in die Zentralbibliothek Zürich. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Bestände, die um 1980 von der ehemaligen Historischen Kommission der PdAS zusammengetragen wurden: ein Teilbestand zur Geschichte der PdAS, personenbezogene Unterlagen u.a. von Max Bächlin, Walter Brack, Fritz Jordi, Kony Mayer u. Otto Volkart sowie eine Aktensammlung der Jungen Sektion der Partei der Arbeit aus den Jahren 1965-1969. Weiteres Archivgut lagert nach wie vor in Basel und in Genf. Das Schweizerische Sozialarchiv wird sich darum bemühen, die verschiedenen Teilüberlieferungen möglichst wieder zusammenzuführen und wenigstens virtuell in einem gemeinsamen Findbuch zu erschliessen.